Hier könnt Ihr mehr über das Gedicht und seine Entstehung erfahren...
 

        Clemens Brentano Lore Lay
 
 

    Das Gedicht Lore Lay ist eines der vielen Texte über den Rhein, die Clemens Brentano geschrieben hat. Es entstand im Jahr 1800.

    Im Gedicht ist Loreley eine Jungfrau, die durch ihre Schönheit den Männern Verderben bringt. Sogar der Bischof, der die Loreley auf
    den richtigen Weg bringen soll, ist von ihr fasziniert. Er verliebt sich in sie. Dies zeigen die folgenden Verse:

    Den Stab kann ich nicht brechen,
    Du schöne Lore Lay!
    Ich müßte dann zerbrechen
    Mein eigen Herz entzwei.

    Loreley verführt die Männer mit ihrer Schönheit, weil in früherer Zeit ihr Geliebter untreu war und ihre Sehnsucht nach
    Liebe nicht erfüllt hat.

    Es ist also ein Zauber, der nun von ihr ausgeht. Jeder Mann wird von diesem Zauber gefangen. – Auch der Bischof versagt: Er hofft,
    den Zauber brechen zu können. Er befiehlt Loreley, ins Kloster zu gehen.Er spricht zu ihr folgende Worte und verläßt sie:

    Du sollst ein Nönnchen werden,
    Ein Nönnchen schwarz und weiß,
    Bereite dich auf Erden
    Zu deines Todes Reis‘ [= Reise].

    Aber hier zeigt sich die Macht des Fluches: Zufällig fährt der Bischof mit einem Schiff am Loreley-Felsen entlang. Er wird in das
    Schicksal der Jungfrau hineingezogen. Loreley erkennt in ihm den verlorenen Geliebten wieder.

    Jedoch kann er als Bischof nicht mit ihr zusammenleben, so dass es ein tragisches Ende gibt. Loreley sieht nur noch einen Ausweg: Sie
    stürzt sich vom Felsen hinab in den Rhein.

    Das Gedicht erregte zur damaligen Zeit das Volk. Es wurde über den Inhalt oft diskutiert. Es gibt zwei Fassungen dieses Gedichts: Die
    Ballade aus dem Roman Godwi und eine handschriftliche Fassung.
 
 

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